beben

Der Boden ist nicht mehr laut auf der Wiese. Franz stampft mit jedem Schritt etwas fester, bis die Sehnen in seinen Knien zittern. Er stampft sich seinen Weg bis zum Wald, hinter dem Wohnblock. Er hört die Mutter schreien, dass er sich erkälten werde, um diese Jahreszeit im Regen. Er stampft auf, um das alles nicht zu hören. Um nicht ruhig sitzen zu müssen, im Kindergarten, neben der U-Bahn. Wo das gesamte Gebäude zittert wenn er aufstampft, noch bevor seine Knie überhaupt etwas davon merken. Er stampft an den ersten Bäumen vorbei bis zu seinem Lieblingsplatz. Den er immer sauber hält. Vor Laub, Ästen und vor dem Müll, den die Leute beim Spazierengehen liegen lassen. Er schreit und schlägt auf den Baum ein, bis seine Unterarme bluten und Tränen über seine Wangen kullern. Er will wütend sein. Er will laut sein. Und er stampft um den Baum herum, so fest er kann. Er stampft und stampft und bemerkt den Vater nicht. Er wird müde und setzt sich neben den Baum, um aufzuatmen. Der Vater setzt sich neben ihn und um sie herum kriechen Regenwürmer aus der Erde heraus. „Du hast ihr Haus beben lassen. Jetzt kommen sie, um sicher zu gehen, dass alles in Ordnung ist. Ist alles in Ordnung?“ Franz wischt sich die Tränen vom Gesicht und lächelt.

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